AKM-freie Musik für die Warteschleife

Sobald in einer Telefonwarteschleife geschützte Musik läuft, gilt das in Österreich als öffentliche Wiedergabe. Wer ohne Lizenz Pop-Hits einspielt, riskiert Nachzahlungen und Verfahren. Hier ein nüchterner Überblick, was wirklich erlaubt ist – und was AKM-frei konkret bedeutet.

Wann zahlt man AKM-Gebühren?

Die AKM (Autoren, Komponisten und Musikverleger) verwaltet in Österreich die Aufführungsrechte für die meisten kommerziell veröffentlichten Musikstücke. Wer geschützte Musik öffentlich wiedergibt – und das umfasst auch Telefonwarteschleifen, weil unbestimmte Dritte zuhören können – muss diese Wiedergabe melden und Gebühren entrichten. Die Höhe richtet sich nach Branche, Anzahl der Leitungen und Spielzeit.

Was bedeutet „AKM-frei" konkret?

AKM-freie Musik wurde von Komponist:innen erstellt, die ihre Werke nicht durch die AKM (oder eine ihrer Schwesterorganisationen wie GEMA in Deutschland oder SUISA in der Schweiz) verwalten lassen. Sie kaufen die Nutzungsrechte einmal, sind keinem laufenden Verwaltungsweg unterworfen und müssen die Verwendung nicht melden.

Wichtig: „AKM-frei" ist nicht dasselbe wie „kostenlos". Es bedeutet nur, dass die Vergütung nicht über die AKM läuft. Die Musik selbst hat einen Kaufpreis – bei ki-ansagen.at ist sie in den 59 € pro Ansage bereits enthalten.

Was Sie unbedingt nicht tun sollten

  • Pop-Hits aus Spotify herunterladen und in die Warteschleife einspielen. Das ist eindeutig AKM-pflichtig und urheberrechtlich problematisch.
  • YouTube-Videos als Quelle nutzen. Auch hier sind die Musikstücke geschützt – YouTube selbst hat zwar Lizenzen, Sie aber nicht.
  • „Klassische Musik ist gemeinfrei" denken. Die Komposition ja (bei Komponist:innen, die mehr als 70 Jahre tot sind), die konkrete Aufnahme aber meistens nicht. Eine Beethoven-Sinfonie ist Public Domain, die Aufnahme der Wiener Philharmoniker nicht.
  • Auf „Privatkopie" berufen. Eine Warteschleife ist öffentliche Wiedergabe, keine private Nutzung.

Was problemlos funktioniert

  • AKM-freie Musikbibliotheken mit klarer Lizenz – wie sie bei ki-ansagen.at hinterlegt ist.
  • Selbst komponierte Musik mit nachweisbarer Eigenrechteinhaberschaft.
  • Public-Domain-Werke + Public-Domain-Aufnahmen – beides muss gegeben sein.

Was kostet die AKM-Lizenz, wenn man sie braucht?

Die genauen Tarife veröffentlicht die AKM in regelmäßigen Tarifübersichten. Für Telefonwarteschleifen wird in der Regel nach Anzahl der Leitungen und einer Mindestpauschale berechnet. Realistisch sind je nach Größe des Betriebs ein- bis dreistellige Euro-Beträge pro Jahr – plus Verwaltungsaufwand für Anmeldung, jährliche Meldung und mögliche Nachkontrollen.

Wer das vermeiden will, nutzt einfach AKM-freie Musik. Bei ki-ansagen.at sind alle Musiktitel AKM-, GEMA- und SUISA-frei – Sie dürfen sie auch nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz übertragen, ohne irgendwo Meldung zu machen.